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Ein Fest, das Grenzen überwindet

  • Autorenbild: Kremser Alexander
    Kremser Alexander
  • vor 26 Minuten
  • 2 Min. Lesezeit

11.000 Schützen feierten Gemeinschaft und Frieden


Unter dem Motto „Ein Fest, das über die Grenzen Menschen verbindet“ wurde Innsbruck am vergangenen Wochenende zum Mittelpunkt gelebter Tradition, echter Gemeinschaft und eines starken Zeichens für Frieden in Europa. Mehr als 11.000 Schützen und Marketenderinnen aus Tirol, Südtirol, Welschtirol und Bayern kamen beim Alpenregionstreffen zusammen und verwandelten die Landeshauptstadt in ein eindrucksvolles Bild aus Tracht, Fahnen, Musik und Kameradschaft.


Auch die Schützenkompanie nahm an diesem besonderen Fest teil und reiste bereits in den frühen Morgenstunden mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Innsbruck an. Gegen 08:00 Uhr begann das Treffen am geschichtsträchtigen Bergisel – jenem Ort, an dem Tirols Freiheitskämpfer rund um Andreas Hofer im Jahr 1809 für Freiheit, Heimat und Zusammenhalt kämpften. Die Bergiselschlachten gelten bis heute als Symbol für Mut, Widerstandskraft und den Willen eines kleinen Landes, seine Werte zu verteidigen.



Geschichte, die bis heute verbindet


Gerade dieser Ort verlieh dem Fest eine besondere Tiefe. Wo einst gekämpft wurde, standen heute Menschen aus verschiedenen Regionen friedlich nebeneinander. Aus ehemaligen Gegnern wurden längst Freunde und Partner einer gemeinsamen Alpenregion. Der Bergisel zeigte damit eindrucksvoll, wie Geschichte verbinden kann, wenn Erinnerung nicht trennt, sondern Brücken baut.


Nach der feierlichen Feldmesse zog der große Festumzug durch die Innsbrucker Altstadt bis in den Bereich der Messehallen. Tausende Schützen, Marketenderinnen, Musikkapellen und Fahnenabordnungen marschierten gemeinsam durch die Stadt und sorgten bei den zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauern für ein beeindruckendes Bild. Begleitet wurde das Fest auch von hochrangigen politischen Vertretern und Ehrengästen, darunter Tirols Landeshauptmann Anton Mattle, Verteidigungsministerin Klaudia Tanner sowie Innenminister Gerhard Karner.


Tradition als Auftrag für die Zukunft


Doch das Alpenregionstreffen war nicht nur ein großer Festakt. Es war ein spürbares Zeichen dafür, dass unsere Tradition auch in einer modernen Zeit ihren Platz hat. Nicht als Rückblick in die Vergangenheit, sondern als Auftrag für die Zukunft. Gerade in einer Welt, die zunehmend von Krisen, Unsicherheit und gesellschaftlicher Spaltung geprägt ist, wurde in Innsbruck deutlich, wie wichtig Werte wie Zusammenhalt, Respekt und Frieden sind.


Die Geschichte rund um Andreas Hofer und die Freiheitskämpfer erinnert daran, dass Frieden niemals selbstverständlich ist. Damals kämpften Menschen mit einfachen Mitteln für ihre Heimat und ihre Freiheit. Heute liegt unsere Verantwortung darin, Frieden zu bewahren, Gemeinschaft zu stärken und den Zusammenhalt über Grenzen hinweg zu leben. Genau das war beim Alpenregionstreffen in Innsbruck spürbar.


Für die Schützenkompanie bleibt dieses Treffen deshalb nicht nur als hervorragend organisierte Großveranstaltung in Erinnerung, sondern vor allem als emotionales Erlebnis. Ein Fest, das gezeigt hat, wie stark Gemeinschaft sein kann, wenn Menschen miteinander statt gegeneinander auftreten. Oder einfacher gesagt: Der Bergisel war an diesem Tag kein Ort der Schlacht mehr – sondern ein Ort des Friedens.



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